Globale Aktien: Vom Hype zur Realität - Warum Diversifikation zählt

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comgest Artikel vom 12.03.2025

Die Dominanz weniger Unternehmen prägt die globalen Aktienmärkte. Ende 2024 entfielen 22% des MSCI All Country World Index (ACWI) auf die “Magnificent Seven”. Wie schnell Disruption eintreten kann, wurde jüngst deutlich, als das chinesische Start-up DeepSeek mit überraschenden News für Aufsehen am Markt sorgte. Kira Huppertz, Portfoliomanagerin für globale Aktien bei der Fondsboutique Comgest, beleuchtet die aktuelle Lage und erläutert, weshalb Diversifikation zu einem noch wichtigeren Instrument wird – in einem Umfeld, das weiterhin von geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheit geprägt ist.  

Star-Investor Warren Buffett sagte einst: „Don’t put all your eggs in one basket” – wer sich die Aktienindizes ansieht, könnte meinen, dass diese Weisheit nicht mehr zutrifft. Die „Magnificent Seven“ machten Ende 2024 jeweils 22% des ACWI und über 31% des S&P 500 aus. Nvidia, Microsoft und Apple repräsentierten zusammen eine Marktkapitalisierung von stolzen 8 Billionen US-Dollar, ein Fünftel des gesamten US-Marktes. Diese Zahlen markieren einen historischen Höchststand, der an die Hochphase von Nokia in den frühen 2000er-Jahren erinnert, als das finnische Unternehmen etwa zwei Drittel der Marktkapitalisierung des Landes ausmachte. Ähnlich konzentriert war der US-Tech-Sektor zu Beginn des neuen Jahrtausends, als Web-Startups fast ein Drittel des S&P 500 stellten – ein Vorbote der berühmten Dotcom-Blase. Unvergleichlich ist allerdings die Geschwindigkeit der aktuellen Entwicklungen. Zwischen 2014 und 2024 stieg der Anteil der zehn größten Unternehmen im S&P 500 von 16% auf 37%. Dies spiegelt den enormen Einfluss technologischer Innovationen wider, vor allem im Bereich KI und Cloud Computing. Der wachsende Anteil passiver Fonds, die Indizes einfach nachbilden, verstärkt den Trend.

Warum Disruption Diversifikation verlangt

Die jüngste Innovation von DeepSeek löste nicht nur einen kurzfristigen Marktschock aus, sondern zeigt, wie schnell neue, disruptive Technologien aus dem Nichts auftauchen können. DeepSeek präsentierte im Januar sein R1-Modell, das nach aktueller Kenntnislage weniger Rechenressourcen benötigt als führende amerikanische Modelle wie OpenAIs ChatGPT. Diese Entwicklung stellt die bisherigen Annahmen über die Notwendigkeit hoher Rechenleistung und teurer Chips infrage. DeepSeek übertraf das AI-Modell von OpenAI innerhalb einer Woche als meist heruntergeladene kostenlose App. Kostengünstigere Chips und Open-Source-Modelle könnten zur Demokratisierung von KI beitragen und vor allem mittleren sowie kleinen Unternehmen zugutekommen. Die Auswirkungen auf Marktführer wie Nvidia sind noch unklar, doch die Notwendigkeit für breitere Aufstellung wird immer deutlicher.

Healthcare – mehr als „nur“ Pharma

„Die Dynamik im Markt ist rasant, die Konkurrenz ist enorm und die politische Lage in den USA bleibt schwer kalkulierbar. Daher gehen wir keine Wetten ein und konzentrieren uns auf Qualitätswachstumsunternehmen. Qualität bedeutet Sichtbarkeit, Stabilität und Robustheit. Wenn wir von Diversifikation sprechen, meinen wir nicht nur regionale Streuung, sondern auch unterschiedliche Wachstumstreiber“, sagt Comgest-Portfoliomanagerin Kira Huppertz. Etwa im Bereich Healthcare liegen Huppertz zufolge viele unentdeckte Chancen, wenn man genauer hinsieht. Dabei reicht der Sektor weit über Pharma hinaus - auch Hersteller von medizinischen Geräten und Anbieter von Gesundheitslösungen sind wesentliche Akteure.

Research mit Weitblick: Chancen frühzeitig erkennen

Um unentdeckte Anlagechancen zu finden, ist fundiertes Research essenziell. Dazu gehören auch regelmäßige Unternehmensbesuche. Ein solcher Besuch fand beispielsweise Ende 2023 statt, als das Comgest Team die Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen von Alcon, einem führenden Schweizerisch-amerikanischen Unternehmen im Bereich Augenheilkunde, besuchte. Alcon, mit einem Marktanteil von 30% und über 75 Jahren Erfahrung, setzt auf Wachstumstreiber wie die alternde Bevölkerung und neue Technologien – zum Beispiel im Bereich intraokularer Linsen, die bei einer Katarakt-Operation die natürliche Linse als Implantate ersetzen. Huppertz ergänzt: „Die Kombination aus chirurgischen Geräten für die Augenoperation und Produkten für die tägliche Pflege spricht unterschiedliche Kundengruppen an und schafft so Umsatzstabilität. Insgesamt sind wir überzeugt, dass Alcon ein starkes Potenzial zur Margenausweitung hat.“

Von Tiergesundheit bis Halbleiter

Ein weiteres Beispiel ist Zoetis, ein führender Anbieter im Bereich der Tiergesundheit. Das Unternehmen profitiert von fundamentalen Trends wie der steigenden Zahl von Haustieren, deren zunehmender Vermenschlichung und längerer Lebenserwartung. Das Unternehmen verzeichnet kontinuierliches Wachstum sowie Marktanteilsgewinne, mitunter getrieben durch die stark steigenden Konsumausgaben für Haustiere in den USA. Weitblick zahlt sich in jedem Fall aus – so auch bei TSMC. Das Unternehmen aus Taiwan nahm das Comgest-Team bereits 2007 in das Portfolio auf. Es profitierte früh vom Potenzial des Halbleitersektors und dem „Foundry-Modell“, bei dem es als Auftragsfertiger für andere Unternehmen agiert. Hohe Markteintrittsbarrieren und hohe strategische Bedeutung, etwa als nahezu exklusiver Chip-Lieferant für Nvidia, machen TSMC zu einem Paradebeispiel für ein Qualitätswachstumsunternehmen.

Fokus auf das, was sich nicht ändert

„Gerade in einem Marktumfeld, in dem Investoren oft dem neuesten Hype hinterherlaufen, fokussieren wir auf das, was sich langfristig NICHT ändert. Mit gezielter Diversifikation setzen wir auf strukturelle Wachstumstreiber und vermeiden Klumpenrisiken. So lassen sich Konzentrationsfallen umgehen und nachhaltiger Mehrwert schaffen“, so Huppertz abschließend.

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