Santander Asset Management Marktbericht vom 24.03.2025
Die politischen Entwicklungen in Deutschland und den USA haben in dieser Woche stark auf die Märkte eingewirkt. Die Einigung der CDU/CSU, SPD und Grünen zur Schuldenbremse führte zu einer vorübergehenden Stabilisierung des Euro. Gleichzeitig sorgte die Veröffentlichung starker US-Konjunkturdaten, insbesondere zur Industrieproduktion und zum Wohnungsbau, für eine Reduzierung der Zinssenkungserwartungen für die Federal Reserve im Vorfeld des Zinsentscheids. Die US-Notenbank entschied sich schließlich, das Zinszielband von 4,25 Prozent bis 4,50 Prozent unverändert zu lassen, was von den Märkten als Zeichen für anhaltende wirtschaftliche Herausforderungen interpretiert wurde. Die angepassten Konjunkturprognosen der Fed deuten auf langsameres Wirtschaftswachstum und steigende Inflation hin. Zudem sorgte ein diplomatisches Gespräch zwischen US-Präsident Trump und Putin für kurzfristige Marktbewegungen, da es neue Hoffnungen auf eine Friedenslösung in der Ukraine weckte.
Der Aktienmarkt erlebte einen neuen Schub an Instabilität, da die Unsicherheiten über die negativen Auswirkungen des Handelskriegs des US-Präsidenten überwiegen. Nach dem größten Anstieg des S&P 500 an einem Zinstag seit Juli 2024 fiel der US-Aktienindex gegen Ende der Woche zurück. Die Unsicherheit rund um die US-Zollpolitik bleibt ein zentrales Thema, während geopolitische Risiken die Nervosität am Markt erhöhen. In Deutschland war die Volatilität ebenfalls hoch: Nach der Zustimmung des Bundestags zu einem neuen Schuldenpaket nahmen Investoren Gewinne mit, was den DAX unter 23.000 Punkte drückte.
Die US-Notenbank hat wie erwartet das Leitzinsband im Bereich von 4,25 bis 4,50 Prozent beibehalten. Die Aussicht auf mögliche Zinssenkungen in diesem Jahr wurde positiv aufgenommen, doch bleibt unklar, ob diese tatsächlich umgesetzt werden. Die Notenbank steht vor der Herausforderung, Inflation und Rezessionsrisiken auszubalancieren, wobei die Entwicklung der Arbeitslosigkeit eine entscheidende Rolle spielen könnte. Zum Wochenende liegt der Euro bei rund 1,09 US-Dollar. Zudem haben die Renditen von US-Staatsanleihen leicht nachgegeben, während die ausbleibenden Zinssenkungen in den USA den Dollar für Investoren attraktiver machen.
Wussten Sie, … dass der Eierverbrauch in Deutschland deutlich gestiegen ist?
Der Eierverbrauch in Deutschland ist im vergangenen Jahr um mehr als vier Prozent auf 20,8 Milliarden Eier gestiegen. Der Pro-Kopf-Ver-brauch lag 2024 bei durchschnittlich 249 Eiern, was einen Anstieg von zehn Eiern im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Gründe für diese Entwicklung sind die Preisstabilität von Eiern im Einzelhandel und ihre kostengünstige Quelle für hochwertiges Eiweiß. Trotz der hohen Nachfrage und der Debatte über Exporte in die USA werden keine steigenden Eierpreise zu Ostern erwartet. Die Zahl der Legehennen in Deutschland ist auf 51,4 Millionen gestiegen, und die Legeleistung betrug 295 Eier pro Henne. Der Inlandsbedarf wurde zu 72 Prozent aus heimischer Produktion gedeckt, während die Importe von Eiern und Eiprodukten um sieben Prozent gestiegen sind.