Viele Investmentfonds geraten in den Abwärtssog der US-Börsen. Das wiederum trifft aktuell viele Anleger, die investiert haben. Es empfiehlt sich, langfristig zu denken!
Warum geht es an den Börsen so steil auf und ab?
Für die starken Schwankungen an den Börsen gibt es mehrere Gründe. An erster Stelle ist die Politik der US-Regierung unter Donald Trump zu nennen. Seine wechselnden Ankündigungen, zum Beispiel zu Strafzöllen gegen andere Länder, verunsichern die Anleger. Denn Zölle können auch amerikanische Unternehmen treffen, indem sie ihre Produkte verteuern und damit schlechter verkaufen.
Die Gewinnerwartungen und damit auch die Aktienkurse sinken. Ein weiterer Grund sind die sehr hohen Bewertungen von Technologieunternehmen aus den USA. In unsicheren Zeiten nehmen die Aktionäre dort lieber Gewinne mit. Das drückt auf die Kurse der Hightech-Konzerne. Diesseits des Atlantiks sind die Kurse dagegen zuletzt kräftig gestiegen. Internationale Investoren zieht es zunehmend auf den europäischen Finanzmarkt, auch weil die Aktien hier vergleichsweise moderat bewertet sind.
Sind Investmentfonds noch die richtige Wahl?
Für den Vermögensaufbau oder die Altersvorsorge empfehlen Finanzexperten gerne Fondssparpläne. Der Vorteil liegt in der Diversifikation (Risikostreuung), denn Fonds investieren in der Regel in eine Vielzahl von Unternehmen aus aller Welt, deren Kursentwicklung sich im Fonds widerspiegelt. Dadurch verringert sich das Risiko von Verlusten durch einzelne erfolglose Unternehmen.
Der Nachteil: Geht es an der Börse bergab, verliert auch der Fonds. In den vergangenen Monaten sind viele Kurse an den Börsen gefallen und damit sind auch Investmentfonds von Kursverlusten betroffen. Betrachtet man die vergangenen fünf Jahre, zeigt sich ein anderes Bild: Da konnten die meisten Fonds zwei- bis dreistellig zulegen!
Ist es jetzt besser, den Sparplan zu kündigen und den Fonds zu verkaufen?
Fonds sind vor allem etwas für langfristig orientierte Sparer. Zwischenzeitliche Kurseinbrüche haben selbst in großen Krisen nur für eine überschaubare Zeit zu Verlusten geführt. Wer länger als zehn Jahre sparen will, musste in der Vergangenheit bei fast allen Fonds in keiner Phase Verluste hinnehmen. Bei Fondssparplänen kommt ein weiterer Effekt hinzu. In Zeiten niedriger Börsenbewertungen erhalten Sparer für ihre regelmäßigen Einzahlungen mehr Fondsanteile als in Zeiten hoher Bewertungen. Diese »billig« gekauften Fonds steigen dann in guten Börsenzeiten prozentual stärker als die »teuer« gekauften (Cost-Average-Effekt).
Anders sieht es aus, wenn Anleger beispielsweise trotz des aktuellen Börsenbebens mit ihrem Fonds hohe Gewinne erzielt haben und das Geld bald benötigen. Ruhe bewahren ist aber bei jeder Entscheidung ein guter Rat, erst recht, wenn es um die eigenen Finanzen geht.
Wie geht es an den Börsen weiter?
Solange die Unsicherheit über die wirtschaftliche und politische Entwicklung anhält, rechnen Experten auch mit volatilen Aktienmärkten. Verlässliche Prognosen zur Kursentwicklung sind daher nicht möglich.
Lohnt es sich, jetzt verstärkt einzusteigen?
Niedrige Kurse sind in der Regel gute Kaufgelegenheiten für Investmentfonds. Allerdings ist es schwierig bis unmöglich, die Tiefststände zu erwischen. Für Sparer, die schon länger mit dem Gedanken spielen, einen Fondssparplan oder einen FNZ-Kombiplan einzurichten, könnte jetzt der richtige Zeitpunkt sein.
Welche Alternativen zur Fondsanlage gibt es jetzt?
Wer auf Nummer sicher gehen will, kann bei einer Bank (z.B. FNZ Bank) ein Tagesgeld oder Festgeld eröffnen. Mit Festgeld lässt sich meist etwas mehr verdienen. Allerdings kommen Sparer während der vereinbarten Laufzeit nicht an ihr Geld, profitieren aber von einem dauerhaft festen, meist höheren Zinssatz.
Achtung: Zinsportale im Internet vermitteln Festgeld- oder Tagesgeldangebote auch von Banken aus anderen Ländern. Sie bieten oft eine vergleichsweise attraktive Verzinsung. Verbraucherschützer raten jedoch zur Vorsicht, wenn ein Angebot aus einem finanzschwachen Land kommt, in dem die Einlagensicherung im Falle einer Bankenpleite möglicherweise nicht gewährleistet ist.
Wer sich jedoch gut informiert und die richtige Wahl trifft, kann mit Tages- oder Festgeld eine sichere und planbare Rendite erzielen. Wer zusätzlich auf eine verlässliche Einlagensicherung achtet, kann beruhigt von attraktiven Zinsen profitieren.